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Dieses Meeting ist ein Dokument
Wenn niemand widersprechen, entscheiden oder etwas bauen wird, hast du eine Vorlesestunde angesetzt.
Meetings sind für das, was Schreiben schlecht kann: Widerspruch, Unklarheit, harte Entscheidungen, Vertrauen reparieren. Alles andere ist Informationsübertragung, und darin ist Text besser.
Eine Stunde mit neun Leuten sind neun Stunden. Neun Stunden für ein Status-Update, das man in vier Minuten hätte lesen können – zu einer Zeit, die jedem selbst passt.
Warum das schlecht ankommt
Es ist das teuerste Format
Multipliziere Dauer mal Teilnehmende, bevor du die Einladung rausschickst.
Synchron ohne Grund
Information braucht nicht alle in derselben Sekunde.
Es hinterlässt nichts
Ein Dokument gibt es nächsten Monat noch. Ein Meeting meistens nicht.
Es benachteiligt die Leisen
Die klügste Person im Raum meldet sich oft am langsamsten, und Räume warten nicht.
Mach lieber das
Schreib das Update
Wer die Agenda schreiben kann, kann meistens auch das Ergebnis schreiben.
Meeting behalten, Vorlesen streichen
Schick das Dokument vorher. Nimm die Zeit nur für den Streitpunkt.
Halbiere es
Dreißig Minuten bringen ungefähr dasselbe wie sechzig. Probier es einmal.
Sag, wie die Entscheidung aussieht
Wenn du nicht aufschreiben kannst, was ihr entscheidet, seid ihr nicht bereit dafür.
Wann es völlig okay ist
Jemand muss laut widersprechen. Es ist heikel, persönlich oder das erste Gespräch. Es gibt eine echte Entscheidung mit echter Spannung. Ihr baut gerade gemeinsam etwas in Echtzeit. Oder ihr müsst euch einfach mal sehen – auch ein guter Grund, sag ihn nur dazu.
Fragen, die kommen
- Wie sag ich das meiner Chefin?
- Diskutier nicht das Prinzip. Biete das Dokument an. "Ich hab das aufgeschrieben – magst du es lesen, und wir treffen uns nur, wenn was unklar ist?"
- Ist das nicht teilweise einfach Teambuilding?
- Ja, und das ist ein guter Grund für ein Meeting. Nur steht der nicht in der Einladung.